Unsere Klassenfahrt in den Harz vom 05.-10.08.2006Die Elbmetropole Stade hat uns wieder.

Fünfeinhalb Tage waren wir in Sankt Andreasberg um den Harz kennenzulernen.

Ja, wir haben ganz viel Harz kennengelernt.

Wir sind von St. Andreasberg nach Braunlage gewandert. Dort stand für die ganz mutigen (Jeannette, Cindy, Mirjam, Thomas und Swantje) “Monsterroller vom Wurmberg” auf dem Plan. Während alle anderen gemütlich Kaffee trinken konnten (warm und trocken) haben wir uns bei strömendem Regen, der von pottendickem Nebel auf dem Gipfel ergänzt wurde, in die Seilbahn geschwungen. Wir zweifelten alle ein bisschen an unserem Verstand. Oben gab es dann eine Einweisung, die unser Heldentum auch nicht wirklich zutage brachte. (“...ja, das erste Stück ist sehr steil, da passieren die meisten Stürze...”), (“Seht Ihr das orange Schild da an dem Baum?”)- Nein, es war so nebelig, daß wir nicht einmal den Baum sahen. Also: Augen zu und durch. Nach dem ersten Stück, welches echt fies war, kamen wir alle mehr oder weniger in den Geschwindigkeitsrausch. Wir sahen aus wie original Schlammschweine, wie wir stolz auf uns unten ankamen.

Zurück nach St. Andreasberg ging es mit dem Taxi. Wir mußten uns ein bisschen beeilen um noch zur Gaststätte Rinderstall zu kommen. Kurz vor Ladenschuß stürmten wir mit den Hunden und einem Mordshunger das Restaurant.

Die Wirtsleute freuten sich sehr über so viele nette Menschen und noch nettere Hunde und brutzelten ein wahrhaft königliches Mahl: Bratkartoffeln mit Schweinskopfsülze. Das Gasthaus ist wirklich eine Empfehlung wert, aber beeilt euch: Leider sind diese Wirtsleute nur noch bis Oktober dort.

Wieder in unserer Pension angekommen, stand nur noch Entspannen auf dem Plan. Ab ins pensionseigene Hallenbad, ein kühles Bier und ab in die Betten. ( Fotos Erster Tag hier klicken)

Montag ging es dann auf den Brocken ( 1142m ). Strahlender Sonnenschein begleitete uns. Auch wenn der Weg recht anspruchsvoll war, haben es alle Zwei;- und Vierbeiner heil hoch und auch wieder runter geschafft. Oben haben wir die legendäre “Brockenerbsensuppe” beim Brockenwirt gegessen, die Aussicht genossen ( Ja wir hatten oben tatsächlich klare Sicht und wir konnten fast bis Hannover und Göttingen schauen. Aber halt nur fast.

 

Dienstag haben wir die Grube Samson besucht. Wir alle waren sehr erstaunt, wie un mit welchen Mitteln die Bergleute vor zwei, dreihundert Jahren nach Erz gegraben haben und welche technischen Möglichkeiten sie geschaffen haben, die teilweise auch heute noch funktionieren. Da die “Maschinen” mit Wasserkraft betrieben wurden, mußte irgendwie Wasser organisiert werden. Dafür wurde unter anderem der Rehberger Graben angelegt. Das ist ein Teil des Oberharzer Wasserregals. Damit wir unseren Bergbau Tag komplett hatten, sind wir dann durch den Rehberger Graben bis zum Oderteich gewandert. Das ist die älteste Talsperre im Harz. Unsere Hunde waren zwar beeindruckt, aber das Schwimmen und Plantschen war um einiges wichtiger.

 

Am nächsten Tag gab es  erste Anzeichen von Erschöpfung in unserer kleinen Gruppe und so fuhren nicht alle mit zum Kräuterpark nach Altenau. Kräuterpark hört sich jetzt nicht so klasse an - war es aber. Der Chef persönlich hat uns geführt und alle Fragen begeistert beantwortet. Wahrscheinlich hatte er noch nie so eine interessierte Truppe gehabt. Statt geplanten 1,5 Stunden hat er uns fast drei Stunden mit den Kräutern und vielen spannenden Geschichten aus verschiedenen Kulturen “gefesselt”. Dort im Kräuterpark ist anfassen und probieren ausdrücklich erlaubt. ( Zumindestens bei Pflanzen, die als essbar deklariert waren). Unsere Hunde beteiligten sich tapfer an den Verkostungen. Es gab sogar ein paar Hunde, die sich freiwillig durch die verschiedenen Minzsorten probiert haben. Für die nicht ganz so experimentierfreudigen Hunde war das Geruchserlebnis überwältigend. In jedes Beet schnupperten alle Hunde hinein und es war Ihnen anzumerken, daß sie es zwar sehr anstrengend aber irgendwie toll fanden.

Gruppenschnüffeln in Altenau.

Auch beim Kräuterrösten etwas später haben unsere Hunde Augen, Ohren und natürlich Ihre Nasen ganz weit aufgesperrt.

 

Am späten Nachmittag haben wir ein Partie Minigolf ausgetragen. ( “Um 19:00 Uhr ist hier aber Schluß”) Soo viele Bällchen und keines darf der Bällchenbegeisterte Hund fangen....Ooh wie schade. Das war eine ganz prima Übung für die Hunde. Liegenbleiben und Frauchen spielt mit Bällchen. Wer gewonnen hat und ob die “Glücksbälle” wirklich Glück gebracht haben, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall war diese Golfpartie ein entspannender, netter Tagesabschluß.

 

Donnerstag Vormittag. Wieder stand mutig und kernig sein auf dem Programm.

Der Hochseilklettergarten.

Mutig und kernig waren wir...bis..zum ersten Hindernis. Nein, wir sind nicht elegant von Baum zu Baum geschwungen, sondern haben mit hängen und würgen versucht irgendwie diese verflixt schwere Fortbewegungsart zu meistern. Tatsächlich mußten wir aber feststellen, daß wir in diesem Kletterparcour unseren Meister gefunden hatten.

Unsere Hunde warteten mit den etwas klügeren unserer Gruppe unten und feuerten uns leidenschaftlich an, wenn wir in 7m Höhe vorbei kamen

 

 Nach dem Hochseilgarten, den wir grün und blau aber lebend überstanden haben, ging die Klassenfahrt 2006 zu Ende. Ein paar sehr erlebnisreiche Tage waren vorbei und Menschen und Hunde haben viel über Menschen, Hunde, den Harz und noch vieles andere erfahren. Alle sind wieder gesund und munter in Stade angekommen.

Bis zum nächsten Mal