|
Die IG-Hundeschulen- eine fragwürdige Gemeinschaft ?
Mitte des Jahres 2003 war ich stolz wie Oskar, als ich die Aufnahmeprüfung in die Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen bestanden habe und als Mitglied aufgenommen wurde. Ich dachte: Ja das ist es! Die verzichten auf Starkzwangmittel, die arbeiten an einem Berufsbild Hundetrainer, damit nicht jeder aus Lust und Laune eine Hundeschule eröffnen kann, die haben einen klasse Hundeführschein gemacht, die wollen, daß sich Ihre Mitglieder ständig weiterbilden und der kollegiale Austausch kommt auch nicht zu kurz. Das alles waren für mich gute Gründe mich in einem Berufsverband zu engagieren. Diese Punkte entsprechen aber leider nicht der Realität:
Reizstromgeräte: In der Satzung steht: eine Ausbildung der Hunde, z.B. mit Stachelhalsbändern, Koralle, Schüttelruck-oder Oberländerhalsband und Reizstromgeräten steht den Zielen der IG ebenso entgegen wie eine Ausbildung ausschliesschlich über positive Verstärkung.
Da aber wohl bekannt war, daß einige Mitglieder Reizstromgeräte verwenden, wurde auf der Mitgliederversammlung ein Antrag (der im übrigen als Vorschlag behandelt wurde) gestellt, daß man genau definiert wann und in welchen Situationen ein Reizstromgerät eingesetzt wird und das eine dokumentationspflicht darüber eingeführt wird. Es folgte eine lange heftige Debatte in deren Verlauf das Tierschutzgesetz ( §3 Abs.11) erklärt wurde. Dort hieß es denn: wenn der Gesetzgeber gewollt hätte, daß wir die Dinger nicht benutzen, hätte er das TSchG deutlicher formuliert. Dort steht: es ist verboten... Noch deutlicher kann ein Gesetzgeber doch kaum formulieren. Einige Mitglieder sagten, daß eine Satzungsänderung uns ja noch mehr einschränken würde. In der Pause hörte man so etwas wie “... das die Arbeit mit Reizstromgeräten eine doch lukrative Einnahmequelle ist.”Gut, es wurde abgestimmt ob IG-Mitglieder Stromschläge austeilen dürfen. 24 zu 18 Stimmen haben sich für den Einsatz von Reizstrom eingesetzt!!!! Im Protokoll diesen Treffens steht dann: ...die IG-Mitglieder dürfen weiterhin Reizstromgeräte nutzen ohne damit gegen die Satzung zu verstoßen.
Berufsbild Hundetrainer: Super dachte ich, da willst Du mitarbeiten. Eine Kollegin dachte genau so und eine weitere meldete sich nach dem Treffen in diese Arbeitsgruppe. In einer Hundezeitung stand ein Artikel, daß es jetzt eine Verbandübergreifende Arbeitsgruppe: Sachkunde Hundehaltung gibt bei der jeder Mitmachen kann der möchte. Ich habe also mit dem Leiter dieser Arbeitsgruppe telefoniert und er sagte, daß ich mich mit der Arbeitsgruppe der IG für eine Mitgliedschaft bewerben sollte. Einfach unsere Satzung und den Hundeführschein senden, damit man sehen kann, ob wir qualifiziert sind, dort mitzuarbeiten. Hab ich dann ja auch gemacht. Daraufhin habe ich dann einen gewaltigen Anranzer von der Geschäftsführung bekommen:” ...daß ich zwei Jahre “Untergrundarbeit” kaputt gemacht habe,... daß da schon andere Leute dran arbeiten in diese Arbeitsgruppe zu kommen ,.... die Arbeitsgruppe Berufsbild Hundetrainer der IG soll ausschliesslich ein internes Arbeitsbild erarbeiten,... das soll nicht für die Öffentlichkeit sein,... was mir denn einfällt einfach die Satzung und den Hundeführschein weiterzugeben.” Es kam dann ein Einschreiben, wo ich in einem ganz rüden Ton zur Vorstandssitzung diktiert wurde um mich zu rechtfertigen. Also: Scheinbar wusste kaum irgendjemand etwas von dieser “Untergrundarbeit”, dann kam dieser Bundesarbeitkreis und die Mitarbeit darin auf dem Mitgliedertreffen zur Sprache und es wurde nichts aber auch gar nichts darüber erwähnt. Zumindestens die Mitglieder der “internen” Arbeitsgruppe hätten kurz zur Seite genommen werden können um informiert zu werden. Des weiteren ist es kein Verbrechen, zumindestens in meinen Augen, eine Satzung und die Hundeführschein Unterlagen weiterzugeben. Gut jetzt weiß ich, daß das Geheimunterlagen sind.( Die Satzung ist jetzt auch auf der Internet-Seite zu finden und die Hundeführscheinunterlagen bekommt jeder ausgehändigt, der den Hundeführschein macht). Ausserdem kann ich den Anspruch ein “internes”, also nur ein IG gültiges Berufsbild Hundetrainer zu erstellen nicht verstehen und auch nicht gut heißen. Alle anderen wollen an einem Strang ziehen, aber wir machen unser eigenes Berufsbild???
Hundeführschein: Wird von einigen Mitgliedern selber abgenommen(ohne Prüfer), eine Dokumentation findet nur auf freiwilliger Basis statt( obwohl es in der Satzung steht) und offizielle Schreiben der jeweiligen Landesregierungen über ein Anerkennung diesen Hundeführscheins gibt es von Seiten der IG nicht. Auch nicht Musteranschreiben für die regionalen Ordnungsämter. Ebensowenig weitere Öffentlichkeitsarbeit für den Hundeführschein. Ist das auch eine Untergrundsache? Eine Akte X?
Weiterbildung: Ein Antrag auf eine Dokumentation über Weiterbildungen wurde abgelehnt. Das heißt jeder kann oder kann nicht und eigentlich ist es egal. Da es ja keine (Über)prüfungen der Qualifikation vor Sommer 2003 gab ist eigentlich nichts über Qualifikationen bekannt und weiterbilden muss wohl nur bedingt sein, da man schon alles weiß?
kollegialer Austausch: Naja, Anträge werden als Vorschläge behandelt, Diskussionen werden nicht zu ende geführt, Wortmeldungen “übersehen”, Fragen abgeblockt, über Austrittsgründe von Mitglieder hergezogen, Informationen nicht weitergegeben, Im Forum werden private Nachrichten vom Admin gelesen, Fragen verhallen ungehört, Kritik wird nicht zugelassen ( Ich habe zum 13.01.2004 meine Mitgliedschaft gekündigt und habe am 4.01.2004 schon keinen Zugriff mehr auf das Forum). Direkt nach dem IG Treffen im November 2003 sind große Teile des Vorstandes und etliche Mitglieder ausgetreten. Zufall?
Danke, ich habe kein Interesse mehr an so einer Gemeinschaft. Mein Gewissen duldet eine weitere Mitarbeit nicht. Ich sehe es eher als geschäftsschädigend an, mit der IG in Verbindung gebracht zu werden.
|